Digital und interaktiv geht es jetzt im Schulunterricht zu

 

Kleine Tafel, Griffel und Schwämmchen war vorgestern. Große Tafel und Kreide sowie Füllfederhalter war gestern. Whiteboard-Tafel ist heute und in Zukunft vielleicht Schulalltag.

 

Doch so ganz ohne Tafel wird in der nahen Zukunft wohl keine Schule auskommen. Das erste so genannte Whiteboard ("weiße Tafel") wurde jetzt in der "Schule an der Dorenburg" in Grefrath den Schülern der Klasse 6 d von Harald Petzing (Vertriebsleitung Euromedien, Wachtendonk) vorgestellt. Möglich gemacht haben die Anschaffung der rund 4000 Euro teuren interaktiven, digitalen Tafel der Förderverein der Schule und die Sparkasse Krefeld. Eingesetzt werden soll die Tafel künftig im Fremdsprachunterricht.

Die "weiße Tafel" fällt auf, hängt sie doch direkt vor der allseits bekannten Schultafel. Doch der zweite Blick der Schüler auf diese neue Tafel weist auf die Verwandtschaft mit dem Computer hin. Mit der Hilfe eines Beamers wird der anzuzeigende Bildschirminhalt auf die weiße Fläche des Whiteboards projiziert. Es ist praktisch ein großer Bildschirm. Daneben dient das Whiteboard in der Regel dazu, den Computer - je nach Modell per Fingerabdruck oder mit einem kabellosen Stift - zu steuern.

Interaktive Whiteboards als moderne Tafel im Klassenzimmer von Schulen sind bereits weit verbreitet. An britischen Schulen sind Whiteboards deutlich häufiger im Einsatz als in Deutschland. Mit einem interaktiven Whiteboard lassen sich über ein vom Computer angezeigtes Bild handschriftliche Ergänzungen legen. Schulbuchverlage vertreiben eigene Angebote für Whiteboards.

Als Nachteile interaktiver Whiteboards gegenüber herkömmlichen Tafeln werden verschiedene Punkte gesehen - beispielsweise die höheren Anschaffungskosten, die geringere Arbeitsfläche oder auch die schlechtere Lesbarkeit bei großer Helligkeit und höhere Energiekosten. In der Klasse 6 d kam diese neue Errungenschaft der Grefrather Schule gut an.