Neue Werkbänke für die Sekundarschule

 

Die alten Tische entsprachen in keiner Weise mehr den modernen Anforderungen. Das nächste große Projekt ist ein neuer Physikraum. Die Eltern stehen voll und ganz hinter dem Konzept der Schule

 

Über zehn neue Werkbänke verfügt ab sofort die Grefrather Sekundarschule, mehr als 20 000 Euro musste die Gemeinde investieren. Montiert wurden sie während der Herbstferien. Die alten Werkbänke, so Schulleiterin Helmi Röhrig, reichten modernen Anforderungen in keiner Weise mehr aus. In Zeiten knapper Kasse, so Röhrig weiter, habe sie da aber schon gut argumentieren müssen. Erste Hinweise, dass die Neuanschaffung dringend notwendig ist, habe sie vor zwei Jahren gemacht.

 

Aus welchem Jahr die alten Werkbänke sind, weiß keiner mehr so genau. Bürgermeister Manfred Lommetz hat bei einer früheren Begehung jedenfalls gesagt, er kenne sie noch aus seiner eigenen Schulzeit. Vermutlich sind sie aber deutlich älter. Ein Exemplar steht noch in einem Nebenzimmer des Werkraums, das macht den Kontrast deutlich. Die neuen Werkbänke sind höhenverstellbar und verfügen über verschiedene Schraubstöcke für Metall, Holz und Laubsägearbeiten. Zur Schonung gibt es strapazierfähige Abdeckungen.

 

Gestern Nachmittag war im Werkraum eine Arbeitsgemeinschaft von Fünftklässlern aktiv. Unter Leitung des stellvertretenden Schulleiters Bernd Heines standen Laubsägearbeiten auf dem Programm. Nach einigen Sicherheitshinweisen, damit auch nichts passiert, ging es los. Die Mädchen und Jungen übertrugen Pappvorlagen auf Sperrholz und begannen dann, sie vorsichtig auszusägen. Kai beispielsweise hat sich für einen Walfisch entschieden. Man merkt, dass er sich in kürzester Zeit bemerkenswerte Fähigkeiten an der Laubsäge angeeignet hat. Ganz wichtig: Die Säge immer schön durchziehen, damit sie nicht verkeilt.

Das nächste große Projekt in der Grefrather Sekundarschule ist ein neuer Physikraum. Die Verwirklichung ist allerdings mit großen Kosten für die finanziell gebeutelte Gemeinde verbunden. Die geschätzten Gesamtkosten liegen bei 135 000 Euro, 85 000 für den Umbau und 50 000 für die Einrichtung. Letztere Summe ist bereits im Haushalt für das laufende Jahr veranschlagt. Der Rest allerdings nicht, er soll in den Haushalt für das kommende Jahr aufgenommen werden. "Es dauert also noch", sagt Schulleiterin Helmi Röhrig bedauernd, ohne das als Attacke auf die Verwaltung zu verstehen. Die Zusammenarbeit sei gut, man habe im Rathaus stets ein offenes Ohr für die Belange der Schule - die finanzielle Lage führe halt zu manch ungewollten Zwängen. Physik sei jedoch Wahlfach an der Sekundarschule und alles müsse auf dem neuesten Stand sein, um einen vernünftigen Fachunterricht gewährleisten zu können.

 

Darauf vertraut natürlich auch die Elternschaft, mit denen die Schule regen Kontakt hat. "Wir haben viel Zuspruch", sagt Helmi Röhrig. Die Zahl der Schüler habe sich auf 420 verdoppelt. Das zeige, dass die Eltern von dem Konzept überzeugt seien. Die Sekundarschule Grefrath ist die Schule des längeren gemeinsamen Lernens. Wie in der Grundschule wird in den Jahrgangsstufen fünf und sechs gemeinsam im Klassenverband gelernt.

In der siebten Klasse setzt eine Neigungsdifferenzierung ein, wobei der Klassenverband aber Bestand hat. Ab der neunten Klasse gibt es abschlussorientierte Differenzierung. Alle Schulabschlüsse der Sekundarstufe eins sind möglich. Danach besteht die Aufnahme in die Oberstufe anderer Schulen. Es gibt eine Kooperation mit der Mülhausener Liebfrauenschule und dem Berufskolleg des Kreises Viersen.