Stolpersteine in Kempen

Stolpersteine in Kempen
Quelle: Schülerzeitung Möt Schmackes

Nach vielen Diskussionen hat jetzt auch Kempen Stolpersteine. Sie sollen an die im 2. Weltkrieg umgebrachten Juden erinnern. Vor dem Haus der Jüdinnen Johanna, Berta und Caroline Berghoff, aber auch am Nachbarhaus von Marian Kurzawa wurden diese Steine verlegt.

 

Ein Künstler mit einem Ziel.

 

Gunter Demnig möchte ein Zeichen setzen. Der geborene Berliner verlegt seit 46 Jahren Stolpersteine und ist noch immer mit seinem Herzen dabei. Sein Ziel ist es, dass man im Alltag mit seinen Gedanken über diese Steine stolpert, darüber nachdenkt, was früher war, und der Opfer des 2. Weltkrieges gedenkt. Darunter Juden, Sinti und Roma, politisch und religiös Verfolgte Zeugen Jehovas, Homosexuelle, geistig und/oder körperlich behinderte Menschen sowie Zwangsarbeiter und Deserteure.

 

Auch in Grefrath, an der Bahnstraße 171, sollten Ende 2016 Stolpersteine verlegt werden. Diese erinnern dann an die Juden Emma, Rosalie und Jakob Frank. Sie besaßen eine Metzgerei in Grefrath, die 1938 enteignet wurde. Familie Frank wurde nach Theresienstadt deponiert und getötet.

 

Als die Steine in Kempen verlegt wurden, ist Mirjam Honig aus den Niederlanden extra angereist, um das Ereignis mitzuerleben. Die heute 90-jährige Kempenerin ist eine Überlebende aus dieser Zeit und berichtete bei der Verlegung über die Nazizeit.

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von Jonas Brückner, Nicolas Leeman


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