Unsere DaZ Klasse

Quelle: Pixabay
Quelle: Pixabay

Seit den Herbstferien haben wir an unserer Schule eine „DaZ-Klasse“, in der alle Schüler/innen ohne deutsche Muttersprache zusammen unsere Sprache lernen. DaZ heißt „Deutsch als Zweitsprache“. In dieser Klasse befinden sich insgesamt 22 Schüler, die in zwei Gruppen aufgeteilt sind. In der ersten Gruppe sind alle, die aus der EU kommen und hier in Deutschland weiterhin leben dürfen sowie die Kinder, die vor Krieg flüchten mussten, z.B. aus Syrien. In der zweiten Gruppe befinden sich die sogenannten „Wirtschaftsflüchtlinge“, die nach einiger Zeit wieder nach Hause müssen. In ihrem Schulalltag haben die Schüler/innen innerhalb der DaZ-Klasse jeden Tag einige Stunden Deutschunterricht. In den restlichen Stunden besuchen sie dann entweder alleine oder zu zweit den normalen Unterricht ihrer Jahrgangsstufe. Jeder der DaZ-Schüler/innen bekommt je nach Lernfortschritt seine eigenen Aufgaben, um individuell gefördert zu werden. An diesen Aufgaben wird dann auch im normalen Unterricht selbständig weitergearbeitet. Aber im DaZ-Unterricht wird nicht nur Deutsch gelernt. Auch Lernmethoden oder der Umgang mit der Anlauttabelle müssen trainiert werden, denn es ist für viele der Kinder und Jugendlichen sehr schwierig, unsere Buchstaben zu schreiben. In Syrien schreibt man nämlich von rechts nach links und die Buchstaben sehen ganz anders aus als bei uns (siehe unten). Eine große Herausforderung ist es auch, den älteren Schüler/innen so gut Deutsch beizubringen, dass sie in zwei Jahren die ZAP schreiben können. Dies ist in Deutschland nämlich so vorgegeben.

Diesen Artikel teilen:

von Johanna Schablowski


Kommentar schreiben

Kommentare: 0