Thementage zum Thema "Mobbing"

Quelle: Pixabay
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Immer mehr Kinder und Jugendliche bekommen schon mit zehn Jahren oder früher ein Smartphone. Dabei gibt es viele Vorteile bei dir Nutzung von Handys, aber auch Nachteile. Immer häufiger fangen Kinder an, sich im Internet zu mobben und stellen Bilder, Videos oder Texte ins Netz, die dem Opfer schaden. Wenn man im Internet bzw. in Social Media Networks anfängt andere zu Mobben, nennt man dies Cypbermobbing,

Unsere Schule möchte gegen Cybermobbing vorgehen und hat deshalb zum Thema „Umgang mit dem Smartphone und mit Cybermobbing“ in Kooperation mit dem Polizeikommissariat Thementage durchgeführt. Gemeinsam mit Herrn Lamers von der Polizei, unserer Sozialpädagogin Frau Korb sowie Herrn Gies, Herrn Bloemen und Frau Kalinic wurden diese Themen den Kindern und Jugendlichen übermittelt, um somit auch auf die Gefahren und die Bestrafungen bei Verstößen hinzuweisen.

 

Herr Lamers erklärte uns, was überhaupt der § 201a im Strafgesetzbuch bedeutet. Unter anderem darf man nämlich keine Fotos von anderen Personen online stellen oder für andere Zwecke verwenden, ohne die Personen vorher gefragt zu haben. Ebenfalls müssen auf Gruppenfotos vorher alle um ihre Einverständniserklärung gebeten werden. Bildaufnahmen von Personen, die hilflos sind oder die deren höchstpersönlichen Lebensbereich verletzen, können mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren bestraft werden. Bei Verstoß darf zu Beweiszwecken der Bildträger eingezogen werden und dieser wird nach Ermittlungsende vernichtet. Viele Menschen wissen auch nicht, dass sich hinter Kettenbriefen oftmals Viren, pornografische Links oder andere verbotene Dinge verbergen. Beim Öffnen des Links kann also unbemerkt ein Virus installiert werden und auf der geöffneten Seite bleiben unsichtbare Spuren unseres Handys. Aus diesem Grund bitten wir euch, bei Kettenbrief nicht auf Links zu klicken oder diese gar an andere weiterzuleiten. Löscht diese Nachricht sofort. Ein anderes Thema, das Herr Lamers angesprochen hat, sind Bilder aus dem Netz. Viele Internetnutzer suchen mal eben bei Google und Co nach einem Bild, laden sich dieses Foto herunter (Screenshots von Bildern sind auch gemeint), verschicken es weiter oder verwenden es, um Webseiten oder Einladungskarten zu verschönern. Dies ist aber durch die Copyrightrechte verboten und kann mit Geldstrafen bestraft werden. Viele Webseiten sind nur dafür erstellt worden, um die Leute abzumahnen, die dort Bilder herunterladen und veröffentlichen. Es gibt im Internet aber auch Seiten, von denen ihr die Fotos nehmen dürft, wie zum Beispiel auf Pixabay, dabei müsst ihr aber auch darauf achten was in der Lizenz steht. Auch die Polizei sucht das Internet nach Leuten, ab die ohne Lizenz Bilder verschicken oder verwenden, egal ob bei Twitter, Facebook oder anderen Social Media Networks. Auch bei WhatsApp solltet ihr darauf achten, welche Videos oder Bilder ihr aus dem Internet verschickt. Auch hier können gegen euch Anzeigen geschaltet werden, was für eure weitere Zukunft zum Beispiel bei Vorstellungsgesprächen nicht gerade vorteilhaft wäre. Der letzte wichtige Punkt bildet das Thema „Nacktfotos“. Immer mehr Jugendliche schicken anderen intime Fotos von sich, egal ob sie denjenigen kennen oder nicht. Ihr denkt zwar vielleicht, dass bei Snapchat die Fotos nach ein paar Sekunden eh wieder weg sind und es gemeldet wird, wenn ein Screenshot davon aufgenommen wird. Allerdings kommt eine solche Meldung nicht, wenn der andere den Bildschirm mit Apps filmt oder ein Foto mit einem anderen Handy macht. Diese Fotos können dann bearbeitet und überall veröffentlich werden, um dich so bloßzustellen. Ebenfalls kannst du damit erpresst werden. Falls dies passiert, so wende dich sofort an die Polizei oder an unsere Sozialpädagogin, denn diese können in den meisten Fällen Schlimmeres verhindern.

 

 

Unsere 4 Tipps für Euch:

I Macht keine Fotos ohne Erlaubnis und verwendet diese auch nicht für irgendwelche Zwecke.

II Nehmt niemals Fotos (ohne die Kennzeichnung CC) aus dem Netz und verbreitet diese weiter. Falls ihr doch professionelle Bilder braucht, so könnt ihr Webseiten wie Pixabay benutzen.

III Verschickt keine Nacktfotos an andere Personen.

IV Wenn du Probleme hast, du zum Beispiel mit Fotos gemobbt oder erpresst wirst, melde dich sofort bei der Polizei oder unserer Sozialpädagogin.

 

Falls du noch mehr über dieses Thema wissen willst kannst du dich auf der Seite www.polizeifürdich.de weiter informieren.

 

Im Rahmen der Thementage wurde aber auch das herkömmliche Mobbing noch einmal genauer behandelt. Hierbei wurden insbesondere diese Fragen geklärt: Was ist Mobbing? Wie fühlen sich Mobber und Opfer? Warum macht der Mobber das? Was kann ich tun, wenn ich das Opfer bin oder ich beobachte, wie jemand gemobbt wird.

Dauerhaftes Ärgern, Runtermachen oder Tyrannisieren wird als Mobbing bezeichnet. Leider ist die Person, die gemobbt wird meistens allein und fühlt sich dadurch sehr hilflos. Der Mobber hat noch ein, zwei oder mehrerer Personen, die ihn unterstützen und ihm so zeigen, dass er weitermachen soll. Der Mobber bekommt zudem das Ansehen der anderen, fühlt sich stark und kann seine eigene Unsicherheit und seine eigenen Probleme vertuschen bzw. am Opfer auslassen.

 

Wenn du siehst, dass eine Person gemobbt wird, dann solltest du ihr deine Hilfe anbieten. Es ist manchmal schwer zu wissen, was angemessen ist. Es ist aber immer richtig und wichtig, wenn du dich an Vertrauenslehrer, Sozialpädagogen, Eltern oder Lehrer wendest.

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